Geschichte der FFW Bergtheim
Das außer Kontrolle geratene Feuer war von alters her einer der meist gefürchteten Gegner des Menschen. Zu einer Zeit, als elektrisches Licht und Zentralheizungen ebenso unbekannt waren wie Hydranten und Motorspritzen, konnte ein Brand, vor allem bei unserer engen fränkischen Bauweise, verheerende Folgen haben.
Aus diesem Grunde bestand bereits im letzten Jahrhundert eine Fürstbischöfliche Feuerwehrverordnung, die den Dörfern zur Auflage machte, die erforderlichen Lösch- und Feuerschutzgeräte zu beschaffen und zu unterhalten. Frauen und Männer mussten sich mit den sogenannten „Löschmaschinen" vertraut machen, um im Brandfall Hilfe leisten zu können.
In der Nacht und während der Sonn- und Feiertagsgottesdienste liefen Wachen durch den Ort, um bei Ausbruch eines Brandes mit den Kirchenglocken Alarm zu geben. Eine solche Feuerwache gab es sogar noch einmal im Jahre 1963, als die Christmette wegen des Kirchenneubaues im benachbarten Oberpleichfeld stattfand. Weit schauende Bürger der Gemeinde erkannten schon im letzten Jahrhundert, dass eine zahlenmäßig kleinere und vor allem gut geschulte Wehr die Aufgaben des Feuerschutzes besser wahrnehmen kann als die allgemeine sogenannte Pflichtfeuerwehr.
Auch wurden die Wehren mit zunehmend moderneren Löschgeräten ausgestattet, deren Einsatz Fachkräfte (Löschmeister, Steiger usw.) erforderte. Am 25. Juli 1869 wurde neben der Pflichtfeuerwehr in Bergtheim die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Die Mitgliedschaft und der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wurde sehr ernst genommen und von den Mitgliedern als Ehre empfunden. Nicht umsonst engagierten sich die „Honoratioren" des Dorfes (Lehrer, Apotheker, Bürgermeister usw.) mit großem Eifer bei der Feuerwehr. Entsprechend groß war das Ansehen, das die Feuerwehr im Dorf genoss. Gesellschaftliche Höhepunkte für das ganze Dorf waren die jeweiligen Jubiläen der Freiwilligen Feuerwehr.
Das 25. Stiftungsfest wurde am 22. September 1895 begangen. Elf auswärtige Wehren nahmen an dem Fest teil. Am 20. Juni 1909 feierte unsere Wehr ihr 40-jähriges Stiftungsfest mit Fahnenweihe. Die Fahne wurde von den Schwestern des hiesigen Kindergartens gefertigt und von Pater Hugolin aus Fährbrück geweiht. An dieser Feier beteiligten sich 19 Wehren.
Das 60-jährige Stiftungsfest beging man am 9. Juni 1929. Wegen der ungünstigen Witterung wurde das Fest nur von 12 auswärtigen Wehren besucht. Hier wird zum ersten Mal erwähnt, dass die Feuerwehrkapelle von Bergtheim in Uniform unter Leitung von Kapellmeister Weingart das Fest verschönte. Der 2. Weltkrieg verhinderte die Durchführung des 70. Stiftungsfestes. Auch forderte er das Leben vieler verdienter Feuerwehrmänner.
Das 80-jährige Jubiläum konnte die Wehr deshalb erst am 3. Juni 1951 begehen. Bei diesem Fest erhielt auch die erste Motorspritze ihre Weihe. 25 auswärtige Wehren nahmen an dem Fest teil.
Am 19. Juni 1960 beging unsere Wehr ihr 90-jähriges Bestehen mit Einweihung des neuen Gerätehauses. Dieses Haus wurde mit großer Eigenleistung der Mitglieder nach modernsten Gesichtspunkten gebaut und besaß im Obergeschoss einen Unterrichtsraum.
Den Festzug begleiteten 35 Wehren und 4 Kapellen. Das 95. Stiftungsfest beging die Wehr bei einer Feierstunde im Saalbau Schneider am 6. Januar 1966. Ein besonderer Glanzpunkt in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr war das 100-jährige Stiftungsfest am 14.–17. Juni 1969. 45 Feuerwehren aus der Umgebung waren zum Festzug erschienen. Zusammen mit den örtlichen Vereinen und den 3 Kapellen waren über 1.100 Menschen auf den Beinen. Viele Bürger unserer Gemeinde haben dieses Fest bis heute nicht vergessen.
Das gesamte Jahr 1974 war für die Gemeinde Bergtheim ein Festjahr, in dem die erste urkundliche Erwähnung Bergtheims vor 1200 Jahren gefeiert wurde.
Das 110-jährige Stiftungsfest beging die Freiwillige Feuerwehr vom 31.05.–02.06.1980. Auch dieses große Fest war durch die zahlreiche Teilnahme der Bevölkerung und 35 auswärtiger Wehren ein voller Erfolg.
Im Rahmen dieses Festjahres beging die Freiwillige Feuerwehr Bergtheim vom 15.–17. Juni 1984 ihr 115-jähriges Jubiläum. Am Festzug am Sonntag nahmen neben zahlreichen Vereinen und Verbänden 35 Feuerwehren und 3 Kapellen teil.
Das 120-jährige Stiftungsfest wurde vom 31.05.–02.06.1991 gefeiert und stand ganz im Zeichen der Einweihung des neuen Gerätehauses.
Dieses Bauwerk war bis heute einer der wichtigsten Meilensteine in der Geschichte des Brandschutzes und der Freiwilligen Feuerwehr in Bergtheim.
Auch wie beim ersten Gerätehaus halfen viele Mitglieder des Vereins. Mit über 6000 Stunden unentgeltlicher Eigenleistung konnte der Neubau mit nur 1,2 Millionen DM errichtet werden.
Das gelungene Fest wurde von 34 auswärtigen Wehren und allen örtlichen Vereinen besucht.
Wie die Entwicklung in der Feuerwehr voranschritt, lässt sich an der Ausrüstung ablesen, die im Laufe der Jahre beschafft wurde. Besondere Erwähnung verdienen hier die Anschaffung der ersten Motorspritze im Jahr 1951, das erste neue Gerätehaus mit Halbturm 1960, das erste Löschfahrzeug LF8 1975 und die hydraulische Rettungsschere 1980.
1976 wurde der Feuerwehr ein LF16TS zugewiesen, und sie war von da ab 1. LZR (Löschzug Retten LKR. Würzburg) des Bundes bis zur Auflösung 1993.
Ab dieser Zeit konnte die Feuerwehr aktive junge Mitglieder von der Bundeswehr befreien lassen und diese an die Feuerwehr binden.
Teilweise Auszug aus der Festschrift zum 130-jährigen Gründungsjahr
gez. Roland Sauer
Die Freiwillige Feuerwehr von 1990 bis 1999
1991 beschaffte die Gemeinde für den örtlichen Brandschutz ein neues TLF16/25. Ebenso sponserte der Feuerwehrverein einen gebrauchten VW Bus, der ab da als MZF diente. Im selben Jahr kamen eine 3-teilige Schiebeleiter und ein Personalcomputer zur Material- und Mitgliederverwaltung dazu.
1992 wurde die Jugendfeuerwehr Bergtheim gegründet, erster Jugendwart war Stefan Pfeuffer.
1994 beschloss der Verwaltungsrat der FFW, eine neue Vereinsfahne zu beschaffen. Nachdem einige Entwürfe vorgelegen hatten, beschlossen die Mitglieder im Dezember 1994 den Kauf der Fahne.
Alle Feuerwehrleute wurden 1998 mit neuen Schutzanzügen ausgerüstet, deren passive Sicherheit durch zusätzliche Reflexionsstreifen noch wesentlich verbessert wurde. Dies war offensichtlich eine so gute Idee, dass sechs weitere Feuerwehren ihre Schutzanzüge nach dem „Modell Bergtheim" mit diesen Reflexionsstreifen ausrüsteten.
Schließlich wurden für die Atemschutzgeräteträger 18 hitzebeständige Überjacken und für die First-Responder-Gruppe ein Notfall- und Erste-Hilfe-Koffer angeschafft. All diese Anschaffungen müssen natürlich finanziert werden. Hier gilt ein besonderer Dank dem Gemeinderat, der selbst bei angespannter Finanzlage notwendige Gelder bewilligt hat. Die Feuerwehr wird im Gegenzug auch weiterhin sorgfältig und schonend mit den anvertrauten Gebäuden, Geräten und Ausrüstungsgegenständen umgehen und eigene Mittel aus dem Vereinsvermögen zur Verbesserung der Ausstattung beisteuern.
1998 wurde ein weiterer Meilenstein der Feuerwehr gelegt. Es wurde die erste HvO- (First-Responder-) Gruppe im Landkreis und eine der ersten in ganz Bayern gegründet. Die erste Alarmierung erfolgte am 08.12.1998.
Die Feuerwehr von 1999 bis 2016
2002 wurde vom Bund ein Dekontaminationsfahrzeug aus Beständen des Katastrophenschutzes stationiert. Es war bis 2006 bei der Feuerwehr Bergtheim.
Nach wochenlangen Regenfällen wurden die bayerischen Feuerwehren nach Sachsen-Anhalt beordert. Unsere Wehr war mit drei Fahrzeugen (DEKON-LKW, LF8II und MZF) und 20 Einsatzkräften über 6 Tage im Hochwassereinsatz.
Beim Festkommers zum 130-jährigen Stiftungsfest überraschte der Feuerwehrverein die Feuerwehrmitglieder und die anwesenden Gäste mit einem außergewöhnlichen Geschenk: Der Förderverein sponserte ein Kommandofahrzeug 10/1. Dieses Fahrzeug diente hauptsächlich der First-Responder-Gruppe.
Am 09.11.2004 brannte zum Leid der meisten unserer älteren Mitglieder das alte Feuerwehrhaus nieder. An diesem Feuerwehrhaus hingen viele Erinnerungen und Emotionen, zudem viele der ältesten Mitglieder beim Bau mithalfen.
Im Jahre 2005 wurde dann, dank unseres Fördervereins, das alte MZF durch ein neueres ersetzt. 2008 wurde ebenfalls vom Verein ein Wechsellader-Anhänger mit drei Rollcontainern beschafft.
Durch die ständig neueren Techniken und Aufgaben wurde die Ausrüstung stetig erweitert.
Da unser altes LF8 nicht mehr den Anforderungen der neueren Zeit entsprach und immer wieder liegen blieb, beschaffte die Gemeinde 2007 als Ersatz ein neues (H)LF10/6 (Hilfelöschfahrzeug).
Am 12.03.2009 wurde das 140-jährige Stiftungsfest der Feuerwehr Bergtheim gefeiert.
Im Jahre 2011 bekam die Wehr ihr erstes ELW (Einsatzleitwagen) 12/1, das das alte 10/1 ersetzte.
Mit einer Überraschung kam 2012 ein TLF24/50 (Tanklöschfahrzeug schwer) zur Wehr. Dieses Fahrzeug wurde angeschafft, um den Anforderungen des Brandschutzes innerorts wegen des schlechten Wasserdrucks gerecht zu werden.
Nachdem die Feuerwehr Bergtheim die Schlauchpflege für die drei Ortsteile übernommen hatte, wurde von der Gemeinde 2013 eine Kompaktschlauchpflegeanlage bestellt. Diese kann nun von nur einer Person bedient werden und erleichtert die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer enorm.
2014 wurde ein neuer Meilenstein für die FFW gelegt. Der Gemeinderat genehmigte ein neues Fahrzeug GW-L1 (Gerätewagen-Logistik). Dieses Fahrzeug ist mit einer Ladebordwand bis 1000 kg Hubkraft ausgestattet, sodass man mit wenig Personal schwere Lasten transportieren kann. Mit diesem Fahrzeug beginnt unser neues Fahrzeugkonzept.
Das Fahrzeug wurde am 16.05.2015 ausgeliefert und am nächsten Tag, am Tag der offenen Tür der FFW Bergtheim, eingeweiht. Sechs Feuerwehren der umliegenden Gemeinden waren gekommen, um dieses Ereignis mit uns zu feiern.
Unsere Wehr von 2017 bis heute
Das Jahr 2017 fing mit den Planungen für das 150-jährige Feuerwehrfest im Jahre 2019 an. Hierzu wurde ein Festausschuss gegründet, der die Planungen und Ausrichtung übernahm.
Da unsere Ausrüstung stetig verbessert und erweitert wurde, kam unser Feuerwehrhaus an seine Grenzen. Deshalb entschied der Verwaltungsrat im Jahre 2018, einen gebrauchten Hochseecontainer anzuschaffen. Ebenso wurde durch den Feuerwehrverein im Schlauchturm, da dieser nicht mehr benutzt wurde, eine zweite Ebene eingebaut, um zusätzliche Lagermöglichkeiten zu schaffen.
Ende 2018 bekam die Feuerwehr Bergtheim komplett neue Schutzanzüge, da die alten über zwanzig Jahre alt und in puncto Sicherheit nicht mehr auf dem Stand der Technik waren.
150-jähriges Feuerwehrfest
Das 150-jährige Stiftungsfest begann am 5. April 2019 mit dem Festkommers in der Mehrzweckhalle, hierzu wurden alle ehemaligen Ehrendamen eingeladen. Am Festabend kamen acht Feuerwehren, um mit uns zu feiern. Den Schirmherr übernahm Eberhard Nuß, der gleichzeitig Landrat und Feuerwehrmitglied war.
Fünf Tage vor dem Fest wurde mit dem Aufbau begonnen. Über 50 Helfer waren beim Zeltaufbau, Bauzaunstellen, Elektro- und Wasserverlegung u. v. m. im Einsatz.
Das Feuerwehrfest wurde am 24. bis 26. Mai 2019 in einem großen Festzelt am Feuerwehrhaus abgehalten. Am Freitag begann das Fest mit dem Bieranstich und 150 Liter Freibier. Es spielte der Musikverein Bergtheim, und ab 21 Uhr gab es eine Standrohrfete mit DJ Mulo (Daniel Prozeller).
Am Samstag begann das Fest um 14 Uhr mit der Abholung der Ehrendamen. Neun hübsche Frauen wurden abgeholt. Der Festzug begann um 18 Uhr. Dabei waren über 40 Feuerwehren und örtliche Vereine, mehr als 900 Teilnehmer waren am Zug beteiligt.
Das Fest wird, wie das Feuerwehrfest 1969 (100-jähriges Stiftungsfest), in den Köpfen vieler Bergtheimer bleiben. Allein am Samstag waren über 1800 Menschen beim Fest zu Gast, um mit uns und den Aalbachtal Express zu feiern. Auch am Sonntag war das Festzelt voll belegt. Es spielten die Bergtheimer und Opferbaumer Musikanten.
Danke geht an alle Helfer, Helferinnen, Freunde und Sponsoren für so ein gelungenes Fest.
Ein neues Jahrzehnt – 2020 beginnt
Im Januar 2020 beschaffte sich der Feuerwehrverein einen gebrauchten T4 VW Bus. Dieser wurde hauptsächlich für die Jugendfeuerwehr gekauft, da diese bei Veranstaltungen und Ausflügen immer wieder Probleme mit dem fahrbaren Untersatz hatte. Aber auch der Verein selbst nutzt dieses Fahrzeug. Somit besitzt die Feuerwehr wieder sechs Fahrzeuge.
Ende Februar verbreitete sich das Coronavirus (Pandemie) auch in Deutschland, was auch Folgen für die Feuerwehr Bergtheim haben sollte.
Am 20. März 2020 wurde in Bayern als erstem Bundesland der Lockdown ausgerufen. Es gab Ausgangsbeschränkungen, Schulen und Kitas wurden geschlossen, alle Kneipen und Geschäfte mussten dichtmachen, und auch alle Feste und Veranstaltungen wurden untersagt.
Das hatte auch Folgen für die Feuerwehr Bergtheim: So durften keine Übungen, Dienstagstreffen, Jugendübungen und Veranstaltungen mehr stattfinden, und bei Einsätzen musste ein Mund-Nasenschutz aufgesetzt werden. Auch der HvO-Dienst, der ja eine freiwillige Aufgabe der Feuerwehr ist, wurde bis auf Weiteres in Bayern ausgesetzt, um die Einsatzbereitschaft – die Kernaufgabe der Feuerwehr – aufrechtzuerhalten.
Somit fiel auch unser Tag der offenen Tür 2020 und die Vorstandssitzungen weg. Um unsere Jugend bei der Stange zu halten, richtete unser Jugendwart Christian Witt ein Online-Meeting ein.
Im August wurden die Regeln wieder gelockert. Der HvO Bergtheim fuhr ab Oktober wieder.
Neues Fahrzeug und erste Feuerwehrbedarfsplanung
Am 09.11.2020 entschied sich der Gemeinderat einstimmig, nach Antrag der Feuerwehr, eine Ersatzbeschaffung für das in die Jahre gekommene TLF16/25. Es soll ein HLF 20 werden. Ebenso wurde der erste Feuerwehrbedarfsplan für die Gemeinde Bergtheim in Auftrag gegeben.
Wieder ein Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr Bergtheim.
Allgemein
In diesem Zusammenhang sei die sogenannte „Dienstagsgruppe" erwähnt, die sich wöchentlich am Dienstagabend trifft und freiwillig und unentgeltlich Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten durchführt. Hier spart die Gemeinde durch engagierte junge Leute, die auch in hohem Maße ihre beruflichen Fähigkeiten einbringen, eine Menge Geld.
Die Arbeit der Feuerwehren hat sich in den vergangenen 25 Jahren sehr stark gewandelt. So liegt der Schwerpunkt der Einsätze bei unserer Wehr inzwischen nicht mehr auf der Brandbekämpfung, sondern auf den technischen Hilfeleistungen. Vor allem zu Verkehrsunfällen wird die Wehr häufig gerufen, um eingeklemmte Unfallopfer aus ihren Wagen zu bergen. In solchen Situationen, wo minutenschnelle Hilfe über das Leben eines Menschen entscheiden kann, werden höchste Anforderungen an jeden einzelnen Feuerwehrmann gestellt.
Die Freiwillige Feuerwehr Bergtheim ist deshalb bestrebt, ihre Männer auf das höchstmögliche Ausbildungsniveau zu bringen. Leistungsabzeichen, Lehrgänge an der staatlichen Feuerwehrschule und regelmäßige Übungen tragen dazu bei.
Im Rahmen des vorbeugenden Brandschutzes wurden Einsatzpläne für besonders gefährdete Objekte in unserer Gemeinde erstellt, nach denen im Brandfalle eine schnelle und reibungslose Hilfe erfolgen kann. An solchen Objekten wird dann regelmäßig mit benachbarten Wehren der Ernstfall geübt, um die Zusammenarbeit mit diesen im überörtlichen Einsatz zu gewährleisten und ggf. zu verbessern.
Auch zum Schutze der Umwelt ist unsere Wehr aktiv. Häufig werden wir gerufen, um Ölspuren zu beseitigen oder auslaufenden Kraftstoff zu binden, um einer Gefährdung des Grundwassers entgegenzuwirken.
Steht ein Keller unter Wasser, verliert ein LKW seine Ladung, wird ein Mitbürger von einem Wespennest bedroht oder richten Naturgewalten Schäden an – die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr sind zu vielseitig, um sie hier alle aufzuzählen.
Eines unterscheidet uns jedoch von allen anderen Vereinen: Der aktive Feuerwehrmann kommt nicht nur, wenn er gerade Lust hat oder weil er sich selbst verwirklichen will. Wir kommen, wann immer man uns ruft, sei es am Tag oder in der Nacht, rund um die Uhr, um Mitbürgern in Not und Gefahr schnell, sicher und fachkundig zu helfen. Dabei setzen gerade diese Feuerwehrmänner und -frauen nicht selten ihre Gesundheit für das Wohl des Nächsten aufs Spiel.
Seit der Feuerwehr in Bergtheim ein neues Gerätehaus zur Verfügung steht, sind die Aktivitäten in allen Bereichen angestiegen. Damit ist unsere Wehr eine der leistungsfähigsten im nördlichen Landkreis und wird auch von der Feuerwehrführung als wertvoller Standort angesehen. Voraussetzung für eine solch moderne Wehr ist natürlich die Ausrüstung, die seit dem Gerätehausbau ständig verbessert, ergänzt wurde und wird.
Dank an alle, die sich bereit erklären, sich für den Dienst am Nächsten bereitzustellen, getreu unserem Motto:
Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr!
gez. Rainer Keller